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9.9.2010 : 5:31 : +0200

Der medizinische Blutegel wird traditionell angewendet zum Beispiel bei:

  • Oberflächlicher Venenentzündung, (Thrombophlebitis)
  • Ödem
  • Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)
  • Blutergüssen (Hämatomem)
  • Hämorrhoiden
  • Analvenenthrombose
  • Furunkeln, Karbunkeln
  • Venenstauungen, Krampfadern, (keine Kosmetische Wirkung !)
  • Glaukom

Die Blutegel geben das Hirudin, ein Speicheldrüsensekret ab, das entzündungs- und gerinnungshemmend und lymphstrombeschleunigend wirkt, ohne die Eigenschaften des Blutes zu verändern. Ein Egel saugt etwa 5 bis 7 Gramm ab; bei – therapeutisch erwünschten Nachblutungen fließen während eines Zeitraumes von 20 Stunden nochmals 20 Gramm Blut (also sehr geringe Mengen) ab. Die Nachblutungen sollten nicht gestillt, aber mit einem sterilen Verband geschützt werden.

Die Blutegelbehandlung kann bis zu einer Stunde dauern.

In seltenen Fällen kommt es zu einer Entzündung an den Bißstellen, die jedoch einfach zu beherrschen sind.

Ein Problem könnten Ekelreaktionen beim Patienten sein.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:

Bei der Einnahme von Antikoagulantien (Heparin, Macumar) und sogenannten Blutverdünnern (ASS, Aspirin) kann die Blutgerinnungsfähigkeit soweit herabgesetzt werden, daß es zu erheblich verlängerten Nachblutungen aus der Bißstelle kommen kann.

Diese Mittel sind daher vor der Blutegelbehandlung abzusetzen oder es muß auf eine Blutegelbehandlung verzichtet werden.